Zeche Consolidation (Maschinenhäuser)

Schlechtes Wetter = Museum 🙂 .

Also Tageszeitung vom Wochenende nochmal vorgekramt und eine Führung auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Consolidation Schacht 3/4/9 entdeckt. Ist ja ziemlich in der Nähe und zeitlich nach Kirchens und Muttertagsbesuchen gut einzuplanen (14.00 Uhr).

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Entgegen der Darstellung in der Presse hat’s etwas gekostet. 5 Euronen je Nase für die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur ( http://www.industriedenkmal-stiftung.de/ ), aber das geht wirklich in Ordnung für 1 3/4h Führung und der Erhaltung der Gebäude.

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Die Teilnehmer waren ziemlich gemischt. Einige aus Essen, Wattenscheid, natürlich auch Eingeborene, wie ich. Aber auch Besucher von weiter weg. Zugezogene, die mehr über die Region kennenlernen wollen als die U-Bahnstationsnamen von der Wohnung bis zur Uni.

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Maschinenhaus I

Nach einer kurzen Einführung in die Geschichte des Bergbaus am Beispiel dieser Zeche auf dem Vorplatz, dem ehemaligen Pförtnerhäuschen, geht’s direkt in das Maschinenhaus I. Dieses wird sehr gepflegt durch eine Initiative, die auch an jedem ersten Sonntag ab 13.00 Uhr die gute alte Dampfmaschine, die zwei der vier Förderräder des Förderturms angetrieben hat, anpowert, um sie in Schuss zu halten und Spendengelder einzusammeln (Eintritt frei). Hier mehr Info: http://www.ib-consolidation.de/

Hier habe ich noch ein sehr eindrucksvolles Video auf Youtube zu dieser Dampfmaschine entdeckt: http://www.youtube.com/watch?v=PZ1km2hBu7s

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An den Seitenwänden des Maschinenhauses sind Glasschränke mit Gegenständen aus dem Berufs- und Alltagsleben der Bergleute ausgestellt und werden uns vorgestellt. Kleine Modelle verdeutlichen die Geschichte des Bergbaus.

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Maschinenhaus II

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Im Maschinenhaus II, also dem Haus für die Antriebseinheit der anderen zwei Förderräder des Förderturms, befindet sich ein Museum, das dem Künstler Werner Thiel gewidmet ist, der zwar die Planung, aber nicht mehr die Eröffnung des Museums, mitbekommen hat und 2003 verstorben ist.

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In der Wikipedia gibt es einiges an Info zu Werner Thiel, der u. a. auch als Bergarbeiter auf verschiedenen Zechen im Ruhrgebiet gearbeitet hat.
(http://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Thiel).

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Laut des Mitarbeiters der Industriedenkmal Stiftung ist dieses Maschinenhaus nicht so top gepflegt wie das erste Maschinenhaus, aber gerade das mache aber auch den Charm dieses Gebäudes und seines Inhaltes aus.

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Die Zeit scheint im Wahrsten Sinne des Wortes stehengeblieben zu sein:

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Gegenstand an Gegenstand reiht sich – sortiert – in die Regale des Museums ein.

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Es gibt sehr viel zu entdecken. Angefangen von vielen kleinen Dingen, wie Schrauben, Werkzeugen bis hin zum großen Rad, an dem hier früher gedreht worden ist:

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Wie meine Fotos – hoffentlich – zeigen: Der Besuch lohnt sich!

Glück auf,

Dirk.

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